Wie es mit der reCampaign weitergeht

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Liebe Freundinnen und Freunde der reCampaign,

lange haben wir nichts von uns hören lassen, dabei wäre es doch eigentlich bald mal wieder Zeit für ein Treffen in der Heinrich-Böll-Stiftung! Entsprechend habt ihr uns immer wieder gefragt: „Gibt es bald wieder eine reCampaign?“ Seit einem Jahr haben wir daran gearbeitet, diese Frage mit „Ja“ zu beantworten. Nach vielen Gesprächen, Telefonaten und Treffen können wir nun sagen: „Leider nein“ – und zwar wirklich leider.

Lasst uns das erklären:

Seit 2010 hat die reCampaign achtmal stattgefunden. Zunächst im Rahmen der re:publica, später erfolgreich abgenabelt und an neuem Ort. Thematisch haben wir dabei einen großen Bogen geschlagen: Vom Fokus auf „Die besten Kampagnen im Netz“ (2010) hin zu „Strategien für den digitalen Wandel“ (2018), von „140 Zeichen können wirken: Twitter im Einsatz bei NGO-Kampagnen“ (2010) zu „How to fight for democracy and progressive values where it seems to be impossible?“ (2018). Regelmäßig waren über 300 von Euch mit dabei – zum Diskutieren, Austauschen und Netzwerken.

Auch wir waren immer gerne Gäste auf unserer eigenen Veranstaltung. Wir haben viel gelernt, viele spannende Menschen kennengelernt und dabei auch noch eine Menge Spaß gehabt. Dennoch war die Organisation immer ein großer Aufwand, der neben unserer „normalen“ Projektarbeit stattfand. Mit dem Ausstieg von Oxfam als Mitveranstalter ist der seit letztem Jahr nicht kleiner geworden. Gleichzeitig haben wir leider keine neue Partnerorganisation finden können, die sich in ähnlichem Maße hätte einbringen können (erwähnten wir schon, dass der zusätzliche Aufwand neben der normalen Arbeit groß ist?). Dass die Finanzierung alles andere als sicher war, hat nicht unbedingt für zusätzlichen Schub gesorgt.

Während der letzten Monate haben wir in diesem Prozess außerdem gemerkt, dass wir die reCampaign nicht einfach veranstalten wollen, nur weil sie „schon immer“ stattgefunden hat. Zuletzt aber empfanden wir es als zunehmend mühsam, organisatorische Fundamente auszuheben, statt uns mit Inhalten beschäftigen zu können. Wir fingen an uns zu fragen, für was wir uns eigentlich richtig begeistern können und wollen. Schließlich sind die Menschen in unserem Team heute größtenteils andere als vor neun Jahren. Wir haben daher Lust auf neue Formate und wollen uns die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, wie die aussehen könnten – ohne die reCampaign als Veranstaltung im bisherigen Format ständig vor uns zu haben.

Das ändert nichts an unserem Interesse, den digitalen Wandel in der Zivilgesellschaft weiterhin zu begleiten und zu seiner positiven Gestaltung mit beizutragen. Dafür passiert einfach zu viel, um das zu verpassen! Wir machen uns also weiterhin Gedanken und schmieden Pläne für die Zukunft. Was dabei am Ende herauskommt, wissen wir noch nicht. Vielleicht eine reCampaign 2.0, vielleicht auch etwas ganz anderes. Bis dahin erfahrt ihr auf Facebook und Twitter, wenn es etwas Neues gibt. Auf der Mailingliste könnt ihr mit uns und miteinander in Kontakt bleiben. Und im reCampaign-Archiv findet ihr (fast) alle reCampaign-Vorträge seit 2012.

Schreibt uns Mails, ruft uns an, trinkt mit uns Kaffee – wir sind gespannt auf eure Meinungen und Gedanken dazu!

Herzliche Grüße und bis bald
Max und das Team der reCampaign



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